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8. Juni 2010 Während Apple heute das iPhone der 4. Generation auf dem Markt lanciert, versammeln sich weltweit Menschen, um gegen die Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie zu protestieren und den 10 Foxconn-Arbeiter/innen aus Shenzhen zu gedenken, die in den vergangen Monaten Selbstmord begingen. Als Reaktion auf die Selbstmorde, kündigte die taiwanesische Firma Foxconn eine Lohnerhöhung von 30 % an. Ein erfreulicher, nicht aber ein hinreichender Schritt: So wurden jüngst in verschiedenen chinesischen Provinzen die gesetzlichen Minimallöhne um mindestens 20 % erhöht. Die für Shenzhen in ein paar Wochen erwartete Gehaltserhöhung wird sogar über den 30% liegen. Foxconn produziert in Shenzhen unter anderem iPhones für die Firma Apple. In China beschäftigt der Konzern mehr als 800 000 Personen. Alleine 300 000 Personen arbeiten in der Fabrikstadt Longhua, wo sie – die meisten von ihnen Wanderarbeiterinnen und -arbeiter aus armen ländlichen Gegenden - in Massenschlägen auf dem Areal leben. Restaurants, Shops und Swimmingpools erwecken den Eindruck einer Freizeit- und Konsumanlage. Die meisten Angestellten verfügen jedoch weder über Zeit noch Geld für solche Freizeitvergnügen. 12-Stunden-Schichten sind die Regel, die Fliessbandarbeit ist extrem monoton und über die Dauer gesundheitsschädigend, der Management-Stil militärisch und der Zeit- und Effizienzdruck auf die Angestellten riesig. Pro Monat verdient ein Arbeiter von Foxconn 900 Yuan (152 Franken), was dem Mindestlohn der Provinz entspricht. Um ihre Einkünfte aufzubessern, leisten viele immense Überstunden, ungeachtet der gesetzlichen Beschränkungen.
Was in Shenzhen passiert, ist jedoch auch andernorts möglich: Schlechte Arbeitsbedingungen und menschenfeindliche Arbeitssituationen sind in der Elektronikindustrie verbreitet und erfordern eine umfassende Lösung.
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1.6.2010 Auf die Serie von Selbstmorden in der Belegschaft reagiert der chinesische Elektronikzulieferer Foxconn mit dem Versprechen einer Lohnerhöhung. Ein unzureichender Schritt, urteilen Fastenopfer und Brot für alle, die sich seit 2007 mit der Kampagne “High Tech – No Rights?” für faire Arbeitsbedingungen in der Computerindustrie einsetzen. Weiterhin werden grundlegende Arbeitsrechte missachtet. Gefordert sind nun Apple und andere Markenfirmen.
Die Selbstmord-Serie beim weltweit grössten Elektronikzulieferer stimmt nachdenklich: Seit Jahresbeginn begingen bei der Foxconn Technology Group im chinesischen Shenzhen zehn Menschen Selbstmord. Bereits 2009 berichteten Brot für alle und Fastenopfer über einen Selbstmord bei Foxconn. Der junge Mann war zuvor beschuldigt worden, einen Prototypen des iPhones 4G von Apple gestohlen zu haben. Apple gehört zu den grössten Auftraggebern von Foxconn. Unter grossem zeitlichen Druck setzen die Arbeiter/innen iPhones, iPads sowie andere Produkte zusammen.
Die Antwort des taiwanesischen Foxconn-Besitzers auf die jüngsten Selbstmorde war nicht nur vage, sondern auch höchst unpassend. So besuchten auf Einladung von Foxconn buddhistische Mönche das Fabrikgelände und die Angestellten mussten ein Dokument unterzeichnen, in dem sie sich dazu verpflichteten, sich und anderen Angestellten keine Schmerzen zuzufügen. Ausserdem soll Foxconn den Angestellten auch eine Lohnerhöhung versprochen haben.
Für Fastenopfer und Brot für alle sind diese Massnahmen von Foxconn Augenwischerei. Die weltweite Produktion von Computern basiert weiterhin auf Ausbeutung der Arbeiterinnen und Arbeitern in Fernost. An dieser Situation wird sich nichts ändern, solange die Angestellten ihre Rechte nicht kennen, regierungsunabhängige Organisationen nicht zugelassen sind und keine fabrikinternen und -externen Beschwerdemechanismen eingeführt werden. Brot für alle und Fastenopfer fordern klare, transparente und unabhängige Kommunikationsmechanismen zwischen den Angestellten und dem Fabrikmanagement.
Die beiden Werke setzen sich im Rahmen der Kampagne „High Tech – No Rights?“ seit 2007 für faire Arbeitsbedingungen in der Computerproduktion ein. Dabei haben die Erfahrungen von Fastenopfer und Brot für alle gezeigt, dass es auch anders geht. Gemeinsam mit der Nichtregierungsorganisation SACOM, einem chinesischen Partner der beiden Werke, gelang es erstmals, in zwei Fabriken chinesischer Elektronikzulieferer Schulungen zu Arbeitsrechten mit dem Management und den Angestellten durchzuführen.
Die Reaktionen der grossen Markenfirmen und der Electronic Industry Citizenship Coalition (EICC) auf die Vorfälle fallen knapp aus. Die EICC zeigt sich erschüttert und wird eine Arbeitsgruppe zur Analyse der Vorfälle in China ins Leben rufen. Entscheidend ist jedoch auch hier die Einbindung der Angestellten und unabhängiger Organisationen.
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29. März 2010 Die Beschaffung fair hergestellter Waren ist seit dem 24. März 2010 für die gesamte Stadt Zürich verpflichtend. Mit der neuen gesamtstädtischen Richtlinie für eine sozial verträgliche Beschaffung, möchte die Stadt Zürich künftig keine Produkte mehr kaufen, die unter bedenklichen sozialen Bedingungen produziert werden. Entsprechend müssen alle Lieferanten von Produkten, die im Ausland hergestellt werden, die Mindestanforderungen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) einhalten. Die Umsetzung der neuen «Richtlinie Soziale Nachhaltigkeit» geschieht mit folgenden drei Instrumenten: den neuen allgemeinen Geschäftsbedingungen, einem Verhaltenskodex für Vertragspartner der Stadt Zürich sowie einer Selbstdeklaration der Lieferfirmen. Für kritische Produkte wie z.B. Computer, können ergänzende Anforderungen zur Anwendung kommen.
Hier gelangen Sie zur Webseite der Beschaffungskoordination der Stadt Zürich.
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9. März 2010 Am 24. Februar veröffentlichte Apple seinen Bericht über die Einhaltung von Arbeitsrichtlinien bei seinen Zulieferern. Nebst Details über die Zusammenarbeit mit seinen Zulieferern enthält der Bericht Audits von 2009, Angaben zu den schlimmsten und häufigsten Arbeitsrechtsverletzungen sowie von Apple geforderte Verbesserungsmassnahmen. Zudem bestätigt die Firma in ihrem Bericht Fälle von Kinderarbeit bei drei ihrer Zulieferer.
Im vergangenen Jahr wurden bei drei Zulieferern von Apple mindestens elf 15-jährige Kinder entdeckt. Die betroffenen Fabriken werden im Bericht nicht genannt. Doch sind die meisten in China ansässig. Apple hat unter anderem Verträge mit Fabriken in Taiwan, Singapur, den Philippinen, Malaysia, Thailand, der Tschechischen Republik und den Vereinigten Staaten. Inzwischen würden keine Kinder mehr in den Fabriken arbeiten, sagt Apple. Um zu klären, weshalb Kinder angestellt wurden, verlangte das amerikanische Unternehmen von allen drei Fabriken eine komplette Prüfung der Anstellungsverhältnisse während der letzten Jahre.
Apple wurde wiederholt wegen Misshandlungen von Arbeiter/innen und schlechten Arbeitsbedingungen kritisiert:
Februar 2010: 62 Wintek-Angestellte die Produkte für Apple und Nokia herstellen, vergifteten sich durch n-Hexan. Der giftige Stoff verursacht Muskelschwund und Sehstörungen.
2009: Der bei Foxconn in Shenzhen, China, angestellte 25-jährige Sun Danyong nimmt sich das Leben, weil er beschuldigt wurde, einen der neuen iPhone-Prototypen gestohlen zu haben. Foxconn ist einer der grössten Zulieferer von Apple.
Bericht von Apple»
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2. März 2010 Das „Parternariat des achats informatiques romands“ (PAIR) ist schweizweit eine einzigartige Einkaufsgemeinschaft im Bereich der Mikroinformatik. Ihr sind die Westschweizer Kantonalverwaltungen von Genf, Waadt, Wallis und Jura, sowie Städte und Gemeinden wie auch öffentliche Institutionen, wie Spitäler, Universitäten oder Transportunternehmen angeschlossen. Auch die Stadt Genf, die bereits vor mehreren Jahren soziale Kriterien, wie die fundamentalen Kernarbeitskonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) in ihre Beschaffungspolitik integriert hat, ist Mitglied. Dieser Zusammenschluss hat zum Ziel, die Beschaffungs-Bedürfnisse aller aktiven Mitglieder zu definieren und zusammenzutragen. Dies erlaubt der Gemeinschaft bei der Vergabe ihrer Grossaufträge, bessere Konditionen für Produkte und Dienstleistungen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie auszuhandeln. Ausschreibungen für 2010 bis 2011 sind soeben vergeben worden. Insgesamt wird das PAIR in diesem Zeitraum Geräte im Wert von rund 27 Millionen Franken kaufen.
Für die öffentlichen Beschaffungen für die Jahre 2010 bis 2011 hat das PAIR eine Anpassung seines Vergabeverfahrens vorgenommen und zusätzlich Kriterien der nachhaltigen Entwicklung einbezogen. Indem die Gemeinschaft bei früheren Vergabeverfahren von den Anbietenden lediglich ein Schreiben einforderte, das die Einhaltung ökologischer und sozialer Standards bei der Produktion beglaubigt, sind die Erfordernisse nun höher. So bewirken gewisse ökologische Kriterien, die zwingend einzuhalten sind, bereits im Voraus den Ausschluss von Anbietern. Im Gegensatz dazu haben die neu dazugekommenen sozialen Anforderungen nicht dieselbe Wirkungskraft. Sie tragen vor allem dazu bei, Klarheit über die Einhaltung der Kernarbeitskonventionen der IAO beim Anbieter und seinen Zulieferern zu schaffen. Die sozialen Kriterien sind sehr ähnlich der im Rahmen der Kampagne „High Tech – No Rights?“ von Brot für alle und Fastenopfer erarbeiteten Unterlagen.
Für die Einkaufsgemeinschaft PAIR werden die ökologischen und sozialen Kriterien künftig immer bedeutender. Dies wird dadurch verdeutlicht, dass diese bei künftigen Beschaffungen insgesamt 20% aller Vergabekriterien ausmachen werden. Ausserdem beweist dieses in der Schweiz einzigartige Beispiel, dass Massnahmen zur Förderung der nachhaltigen Entwicklung auch im öffentlichen Beschaffungswesen möglich sind.
Weitere Informationen finden Sie auf der Internetseite des PAIR: pair.ch
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2. März 2010 Nach dem Zerfall der UdSSR und der Marktöffnung der zentral- und osteuropäischen Länder anfangs der 1990er-Jahre, begannen viele der grössten Elektronikfirmen in dieser Region zu investieren. Diese Entwicklung beeinflusste auch die Arbeitssituation der Menschen vor Ort. Dies trug dazu bei, dass zivilgesellschaftliche Organisationen ihr Augenmerk nicht mehr nur auf die Arbeitsbedingungen in asiatischen Ländern richten sondern während der letzten 10 bis 20 Jahre auch in Osteuropa zunehmend Verletzungen des Arbeitsrechts feststellten.
makeITfair.org hat im Dezember 2009 einen Bericht publiziert, der die sozialen und ökologischen Auswirkungen des Einzugs transnationaler Elektronikfirmen in Polen, der Tschechischen Republik und Ungarn aufzeigt. Ausserdem bietet makeITfair damit den Elektronikfirmen auch Hilfestellung. MakeITfair beschreibt verschiedene Handlungsmöglichkeiten die zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Fabrikarbeiterinnen und -arbeiter beitragen.
Hier gelangen Sie zur vollständigen Bericht (englisch).
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2. März 2010 In ihrem neuen Bericht berichtet die mexikanischen Organisation CEREAL über eine Vielzahl von Arbeitsrechtsverletzungen bei mexikanischen Zulieferern von Hewlett Packard, Lenovo, Nokia, Microsoft, Philips, IBM, Panasonic, Sanmina, Jabil und Flextronixs. Die Finanzkrise hat den mexikanischen Elektroniksektor hart getroffen: Seit 2008 haben rund 6'000 Menschen ihre Arbeit verloren, Lohnkürzung von 10% wurden durchgesetzt und die Kurzarbeitsverträge von 40 auf 60 % erhöht. Trotz Finanzkrise dürfen die Elektronikfirmen die Kurzarbeitsverträge zu ihren Gunsten nicht missbrauchen. Arbeitsrechte sind fundamentale Menschenrechte und kein optionaler Zusatz.
Den vollständigen Bericht finden Sie hier.
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1. März 2010 Im Dezember 2009 kündigte Dell an, seine polnische Fabrik in Lodz, die rund 3'000 Menschen beschäftigt, an den taiwanesischen Giganten Foxconn zu verkaufen. Dies ist das Resultat einer Reihe von Sparmassnahmen im Jahr 2009. Für Dell wird sich kaum etwas ändern, bestätigt die Firma, da sie auch weiterhin die gefertigten Produkte von der Fabrik beziehen wird. Nach Angaben des Wall Street Journals sollen jedoch nur 1'600 Angestellte zu Foxconn wechseln können. Was mit den anderen 1'400 Arbeitenden geschieht, wovon die meisten über eine Agentur vermittelt worden sind, ist unklar.Schon im Januar 2009 machte Dell auf sich aufmerksam. Um Kosten zu sparen verlegte Dell damals ihre Fabrik in Limerick, Irland nach Lodz. Dieser Standortwechsel kostete 1'900 Angestellten ihre Arbeit. Darüber hinaus waren rund 10'000 irische Zulieferer von Dell durch diesen Wechsel betroffen.
Ein halbes Jahr später bildeten die Angestellten in Lodz eine Gewerkschaft, um gegen die Erhöhung der wöchentlichen Arbeitstage von fünf auf sechs Tage zu protestieren. In diesem Zusammenhang war ausschlaggebend, dass die Vergütung der Samstage nicht den gesetzlichen Tarifen entsprachen. Ein weiteres Thema das die Gewerkschaft aufgriff, waren die prekären Anstellungsverhältnisse der vermittelten Arbeiter/innen sowie die massive Erhöhung der Produktionsziele. Im August dann, entliess Dell 400 Angestellte. Eine weitere Sparmassnahme als Reaktion auf die rückgängigen Kaufaufträge. Und jetzt, zu guter Letzt, verkaufte Dell seine Fabrik in Lodz an Foxconn.
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25. Februar 2010 Seit dem 1. Januar 2010 ist die revidierte Verordnung über das öffentliche Beschaffungswesen in Kraft. Ein wichtiger Schritt für den Bund. Er verlangt neu von seinen Anbietern, die im Ausland produzieren, dass diese die fundamentalen Kernarbeitskonventionen der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) einhalten. Der Bund wird prüfen, ob die IAO-Kernarbeitskonventionen auch tatsächlich eingehalten werden. Dazu braucht es ein Prüfsystem, um bei Anbietern im Ausland entsprechende Prüfungen durchführen zu können. Die Beschaffungskommission des Bundes ist zurzeit daran, praktikable Instrumente zu entwickeln, die den Einkäufern zur Verfügung gestellt werden. Interview mit Dominik Kuonen, BBL»
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17. Februar 2010 Die globale Wirtschaftskrise beschäftigt auch in der Schweiz die Menschen stark, da sie zu einer steigenden Zahl von Arbeitslosen führte. Andernorts sind die Folgen jedoch noch weit dramatischer: So meldete die UNO-Organisation für Ernährung und Landwirtschaft (FAO) im Juni 2009 die Überschreitung einer historischen Schwelle: Erstmals leiden über eine Milliarde Menschen als Folge der Weltwirtschaftskrise unter Hunger und Unterernährung. Die Einforderung des Rechts auf Nahrung für alle Menschen bleibt für Fastenopfer, Brot für alle ein Thema von brennender Aktualität.
Mit der ökumenischen Kampagne 2010 richten Fastenopfer und Brot für alle ihren Fokus deshalb auf den Handel und die Problematik der unfairen globalen Handelsregeln. Auch die Elektronikindustrie nimmt im Welthandelssystem eine zentrale Rolle ein. Doch von einem Fairen Handel kann in diesem Bereich heute noch nicht die Rede sein.
Alle Informationen zur Kampagne finden Sie auf rechtaufnahrung.ch
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CSR-Handbuch für den Elektroniksektor
27. Oktober 2009 Die neue Publikation von GoodElectronics und der holländischen CSR Plattform ist als Handbuch über soziale Unternehmensverantwortung für Unternehmen im Elektroniksektor zu verstehen. Es soll Unternehmen dabei unterstützen, soziale und ökologische Massnahmen innerhalb ihrer gesamten Produktionskette umzusetzen und zu garantieren. In diesem Zusammenhang werden auch Verfehlungen sozialer Unternehmensverantwortung im Elektroniksektor aufgezeigt sowie auf gute Beispiele und Initiativen verwiesen. Den ganzen Bericht finden Sie hier»
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23. September 2009 Im Rahmen der Kampagne “High Tech – No Rights” von Fastenopfer und Brot für alle schrieben im Jahr 2007 Tausende von Konsumenten 'ihren' Computerlieferanten und verlangten die Respektierung minimaler Arbeitsnormen, insbesondere für die Zulieferfirmen im Fernen Osten. Als einziger Anbieter reagierte Hewlett-Packard und erlaubte, dass chinesische NGO in zwei HP-Zulieferfirmen Pilotprojekte für Arbeiterinnenbildung durchführten. „Ein Meilenstein“, sagt Chantal Peyer von Brot für alle. „Die Pilotprojekte in China werden wesentlich dazu beitragen, Sozialstandards für die Elektronikindustrie zu etablieren.“ Es sei wichtig, sagt Peyer, alle Beteiligten in diesen Prozess zu integrieren. Beim Monitoring sei darauf zu achten, dass Arbeiter und lokale Organisationen im Zentrum stehen. “Beide Pilotprojekte haben gezeigt, dass sich der Dialog verbessert, wenn das obere Kader eines Betriebs die Forderungen und Sorgen der Arbeiter/innen kennt und versteht”, sagt Jenny Chan, oberste Koordinatorin bei SACOM. “Doch der Weg zur sozialen, auf die Arbeiter bezogenen Unternehmensverantwortung ist noch lang, und er verlangt zusätzliche Anstrengungen aller Beteiligten. Wir sind überzeugt, dass die Pilotprogramme eine gute Basis für innovative Arbeiterbildung sein können, in China ebenso wie in anderen Teilen der Welt.” Auch Ernst Wong, bei Hewlett-Packard verantwortlich für soziale und ökologische Verantwortung in den Zulieferbetrieben, lobt die Pilotprojekte. “Die Erfahrungen bei der Zusammenarbeit mit den NGO-Partnern waren sehr positiv. Die Kontakte zu lokalen Kursveranstaltern haben dazu geführt, dass bei anderen Zulieferern ähnliche Bildungsprogramme in Planung sind.” Chantal Peyer schliesslich, die bei Brot für alle die Kampagne HTNR und die Kontakte zu den chinesischen NGO-Partnern koordiniert, ist überzeugt, dass die Pilotprojekte Schule machen. Auch in China, wo die Arbeitervertretungen traditionell schwach sind. ”Den Fairen Computer gibt es noch nicht”, sagt Peyer. “Aber ein Anfang hin zum Fairen Computer ist gemacht. Und wir sind stolz, dass Fastenopfer und Brot für alle hier in der Schweiz diesen Anfang einleiten konnten.”
* SACOM : Students & Scholars Against Corporate Misbehavior LESN: Labor Education & Service Network CWWN: Chinese working women network
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