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Im Rahmen der ökumenischen Kampagne von Brot für alle und Fastenopfer wird die Computerindustrie als Arbeitgeberin genauer unter die Lupe genommen. In Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut SOMO aus den Niederlanden und der Studentenorganisation SACOM aus China, wurden Studien zur Arbeitssituation in den Zuliefererfirmen der grössten Computerhersteller in China, Thailand und den Philippinen durchgeführt. Die Resultate haben ergeben, dass die meisten Arbeiterinnen und Arbeiter – viele davon sind junge Frauen zwischen 16 und 30 Jahren – unter unmenschlichen Bedingungen arbeiten müssen. Das Fehlen von existenzsichernden Mindestlöhnen, Arbeitsverträgen oder Massnahmen, welche die Sicherheit und Gesundheit der Arbeiterinnen und Arbeiter schützen, wird zusätzlich dadurch gefördert, dass diese Zuliefererfabriken in speziellen Wirtschaftszonen angesiedelt sind. Für die ausländischen Unternehmen bedeutet dies Vorteile, wie die unbürokratische Erlangung von Bewilligungen, Steuerbefreiung oder eine ausgezeichnete Infrastruktur. Für die Fabrikarbeiter hingegen, bedeuten diese Zonen vor allem Unterdrückung und eingeschränkter Rechtszugang.
Brot für alle und Fastenopfen fordern von den Computerfirmen, dass sie in ihren Zuliefererfabriken für faire Arbeitsbedingungen einstehen und diese durch Verhaltenskodices und Verträge schützen.
Ziele und Forderungen von Brot für alle und Fastenopfer
Das Ziel von Brot für alle und Fastenopfer gilt der Minimierung oder idealerweise der Abschaffung sozialer Missstände in den Zuliefererfirmen. Die Computerindustrie muss darauf aufmerksam gemacht werden, dass in den verschiedenen Fabriken, welche spezifische Computerteilchen produzieren, die Angestellten unterdrückt und in ihren Rechten eingeschränkt werden.
Dank der Postkartenaktion, welche im Februar 2007 startete, konnte sich jeder Konsument mit einer Postkarte oder einem persönlich verfassten Brief an Acer, Apple, Dell, Fujitsu Siemens und Hewlett Packard wenden und auf die schlechten Zustände innerhalb ihrer Produktionskette aufmerksam machen.
Die meisten der fünf Firmen haben relativ schnell auf diese Aktion reagiert, das Gespräch mit Brot für alle und Fastenopfer gesucht und werden in Zukunft vorerst versuchen Verhaltenskodizes, Verträge oder Kontrollen zu etablieren. Dieser Prozess wird einige Zeit in Anspruch nehmen, da dazu erst firmeninterne Mechanismen in Gang gesetzt werden müssen. Es gilt daher weiterhin kritisch zu bleiben und Druck auf die Computerfirmen auszuüben, damit die gewünschten Veränderungen und Ziele möglichst bald erreicht und konsequent umgesetzt werden.
Das Ziel der Kampagne High Tech – No Rights von Brot für alle und Fastenopfer basiert auf zwei Teilzielen, welche die Computerfirmen erreichen sollten:
1) Die Einhaltung der in den Arbeitsnormen der ILO enthaltenen Grundrechte: Garantierte Mindestlöhne, die ein Existenzminimum und ein Leben in Würde ermöglichen Geeignete Schutzmassnahmen bei gesundheitsgefährdenden Arbeiten Regelung der Arbeits- und Ruhezeiten sowie deren Einhaltung Verbindlichkeit; Arbeitgeber und Arbeitnehmer/-innen definieren ein festes Beschäftigungsverhältnis Organisationsfreiheit und Recht auf kollektive Verhandlungen Diskriminierungsverbot (bezogen auf Geschlecht, Ethnie, Religionszugehörigkeit) Keine Zwangsarbeit Verbot der Kinderarbeit
2) Die Information und Weiterbildung der Arbeiterinnen und Arbeiter der Zuliefererfirmen in den Entwicklungsländern über ihre Rechte.
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